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Vorbericht

07. Oktober 2016

Berlin erwartet Köln zum Spitzenspiel, Derby in München

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion
@DELoffice

Alle Spiele live bei Telekom Eishockey / Roosters wollen nachlegen / Schwenningen jagt dritten Sieg im dritten Spiel

Runde sieben in der DEL und in Berlin steigt ein Klassiker: Die Eisbären empfangen die punktgleichen Kölner Haie in der Hauptstadt und die Berliner wollen Revanche nehmen für das dramatische Playoff-Aus im vergangenen PlayoffViertelfinale. Gleichzeitig empfängt München die Thomas Sabo Ice Tigers zum Derby und Schwenningen will in Düsseldorf den dritten Sieg in Reihe einfahren. Die Krefeld Pinguine empfangen die Grizzlys aus Wolfsburg, Mannheim reist nach Straubing an den Pulverturm und DEL-Neuling Bremerhaven muss in Ingolstadt ran. DEL-Schlusslicht Iserlohn will nach dem ersten Saisonsieg am Sonntag in Krefeld vor heimischer Kulisse gegen Augsburg nachlegen. Telekom Eishockey zeigt alle Spiele live.



Das Bayern-Derby zwischen Primus München und den achtplatzierten Nürnbergern ist auch das Duell der Kapitäne Michael Wolf und Patrick Reimer: Es ist das Treffen der beiden besten Torjäger der DEL-Geschichte. Beide Ausnahmekönner stehen aktuell bei 278 Treffern. Wie auch die Nummer 13 der Münchner wurde der Nürnberger Reimer bereits zum besten Stürmer der Liga gewählt. In der abgelaufenen Spielzeit sicherte sich Reimer zudem zum zweiten Mal in seiner Karriere mit insgesamt 30 Toren die Torjägerkanone der DEL. Und auch in der laufenden Saison netzte der Nationalspieler schon wieder vier Mal ein. Michael Wolf konnte derweil in dieser Saison noch keinen Treffer erzielen, bereitete jedoch drei Treffer der Red Bulls vor.

In der Fremde gestalteten seine Ice Tigers bislang zwei von drei Partien siegreich. Und auch im letzten Heimspiel gelang ein 2:0-Erfolg gegen die Panther aus Ingolstadt. Der ehemalige Münchner Jochen Reimer verbuchte dabei seinen ersten Shutout der laufenden Saison. „Jedes Derby ist ein besonderes Spiel für uns. Wir wollen an der Tabellenspitze bleiben, dementsprechend werden wir die beiden Partien angehen“, so Maximilian Kastner über das kommende Wochenende.


„Die Kölner Haie sind das beste Team in der Liga im Moment. Köln ist jetzt noch tiefer aufgestellt, sie haben sich gut verstärkt“, sagt Eisbären-Chefcoach Uwe Krupp vor dem Duell mit dem KEC. „Unsere Jungs wissen, was da auf sie zukommt und wir wollen unser Spiel spielen.“ Bis auf den langzeitverletzten Marcel Noebels steht nur noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Florian Busch. Bruno Gervais, der am Dienstag in der CHL geschont wurde, kehrt ins Line-Up der Berliner zurück.

Es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten seit dem dramatischen Viertelfinale, dass die Haie im siebten und entscheidenden Spiel für sich entschieden. Angesprochen auf die Serie gegen Berlin sagte Coach Cory Clouston: „Das sind sicherlich schöne Erinnerungen, aber die zählen jetzt nicht mehr. Berlin war in der letzten Saison schon ein Top-Team und ist es immer noch. Das Spiel wird eine Herausforderung für uns sein.“ Wie Berlin startete auch Köln mit vier Siegen in die Saison 2016/17. Allerdings haben die Haie eine Partie weniger ausgetragen als die Hauptstädter.


Die Roosters sind in der Saison 2016/17 angekommen: Im sechsten Anlauf gelang den Sauerländern beim 4:2 in Krefeld der erste Saisonsieg. „Es geht nichts über Siege“, sagt Torhüter Mathias Lange nach dem Erfolg in der Seidenstadt und meint lediglich das gute Gefühl. Auch Denis Shevyrin ergänzt: „Das Gefühl zu gewinnen, kannst du einfach nicht ersetzen. Das hat allen geholfen. Wir wissen aber, dass wir noch einen Weg zu gehen haben.“ Bemerkenswert war am vergangenen Wochenende, wie sehr sich die Mannschaft bemüht hat, sich ans taktische Konzept gegen die Pinguine zu halten, auch wenn man im letzten Drittel vielleicht sogar ein wenig zu passiv in der Verteidigung blieb.

Auch am kommenden Wochenende wird es insbesondere darauf ankommen, diese Defensiv-Struktur zu erreichen, gleichzeitig von der Strafbank wegzubleiben und die individuellen Fehler zu minimieren. Dann dürften die Sauerländer gegen die laufstarke Mannschaft aus Augsburg Chancen haben. „Augsburg spielt mit ähnlichem Tempo wie Wolfsburg, ist in der Offensive vielleicht sogar noch mehr darauf bedacht, Risiken einzugehen. Das wird eine Herausforderung“, unterstreicht Roosters-Coach Jari Pasanen. Nach sechs Liga-Partien haben die Panther eine ausgeglichene Bilanz und schon neun Punkte auf der Habenseite.


Die Bilanz bei den Pinguinen ist aus Sicht der Niedersachsen eher weniger berauschend. In der letzten Saison gab es im Rheinland zwei Niederlagen – 1:4 und 2:5. „Zeit, dies zu ändern“, betont Riefers, für den es in seiner Heimatstadt ein „ganz besonderes Spiel“ sei. Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls ordentlich: Kris Foucault ist zurück im Kader der Wolfsburger. Ebenso könnte Robbie Bina wieder im Kader stehen. Zwischen den Pfosten hat Trainer Pavel Gross erneut die Wahl zwischen Felix Brückmann und Sebastian Vogl. Einzig Christoph Höhenleitner wird definitiv ausfallen.

Auf der Gegenseite stehen mit Marco Rosa und Tim Hambly zwei ehemalige Grizzlys. Während Letzterer bereits ein Tor und eine Vorlage verbuchen konnte, leidet Stürmer Rosa an einer Leistenverletzung, die ihn zuletzt zum Zuschauen zwang. Die auf dem zwölften Tabellenplatz (vier Punkte) rangierenden Pinguine stehen bereits unter Druck, soll der Playoff-Zug nicht auch in dieser Saison wieder vorzeitig abfahren. Die Grizzlys (Platz vier, elf Zähler) hingegen können sich mit einem Erfolg nicht nur den vierten Auswärtssieg in Serie sichern, sondern sich darüber hinaus in der Spitzengruppe der Liga festsetzen.


„Zufrieden, aber nicht ganz zufrieden“ war Sean Simpson mit der Punkteausbeute des vergangenen Wochenendes. Drei Punkte holten die Adler zu Hause gegen Augsburg, einen Zähler entführten sie aus Schwenningen. Deutlich zufriedener war der Headcoach da schon mit der Rückkehr von Mathieu Carle.

Eine Wundheilungsstörung am Beim zwang den Verteidiger rund drei Wochen in die Zuschauerrolle. Unter der Woche trainierte er erstmals mit der Mannschaft und bestieg am Donnerstag den Bus in Richtung Straubing. „Matty hat natürlich noch etwas Trainingsrückstand. Wir werden sehen, wieviel er bringen kann und wie viele Wechsel wir ihm geben können“, will Simpson den Franko-Kanadier behutsam wieder in den Spielbetrieb integrieren.

Einen Punkt mehr als die Adler hat Gegner Straubing gesammelt. Die Niederbayern hatten am vergangenen Montag gar die Chance auf die Tabellenführung, unterlagen dann jedoch in Köln klar mit 1:6. Die Tigers müssen am Freitag auf Dylan Yeo sowie weiterhin auf Sandro Schönberger und Colton Jobke verzichten. Goalie Matt Climie meldet sich derweil wieder zurück im Kader.


Mit den Siegen gegen Köln und Mannheim haben die Wild Wings ein starkes Wochenende hingelegt. Fünf von sechs möglichen Punkten holte Schwenningen und schob sich in der Tabelle auf Platz neun nach vorn. Coach Pat Cortina tritt jedoch sofort auf die Euphoriebremse: „Wir bleiben weiter fokussiert und schauen nur auf uns“, sagt der Trainer vor der Abfahrt ins Rheinland. „Wichtig ist, dass wir das gleiche Gesicht zeigen wie am letzten Wochenende. Wir fokussieren uns auf unser Spiel und vor allem auf uns. „Wir müssen kämpfen, diszipliniert sein und strukturiert bleiben.“

Mit diesem einfachen, aber auch effektiven Mittel will Cortina zusammen mit seiner Mannschaft auch in Düsseldorf einen Erfolg landen. Nicht mit dabei sein werden Markus Poukkula, Torhüter Joey MacDonald und Andreé Hult.

Die DEG gewann vor einer Woche gegen Bremerhaven mit 5:2, verlor am Sonntag gegen München jedoch nicht nur mit 0:2 nach Toren, sondern auch noch Daniel Kreutzer. Der DEG-Kapitän stürzte gegen die Red Bulls ohne Fremdeinwirkung in die Bande, verletzte sich schwer an der Schulter und wird den Rheinländern für viele Monate fehlen. Dafür werden in den anstehenden Partien in Bernhard Ebner und Maximilian Kammerer voraussichtlich zwei wichtige Akteure wieder ins Team zurückkehren.


„Aufsteiger in die DEL haben es im ersten Jahr selten leicht. Die Pinguins schlagen sich tapfer“, sagt ERC-Sportdirektor Jiri Ehrenberger vor dem Duell mit Bremerhaven. „Wir müssen aber mehr an uns denken und unsere Qualitäten glauben.“ Ingolstadts Cheftrainer Tommy Samuelsson fügte an: „Gegen Iserlohn hat Bremerhaven seinen ersten DEL-Sieg geschafft und für viel Euphorie bei seinen Fans gesorgt. Sie waren bislang in fast jedem Spiel bis zum Ende dran. Dafür muss man ihnen Respekt zollen. In Heimspielen ist es aber unsere Vorgabe, drei Punkte zu holen. Das wollen wir auch gegen Bremerhaven umsetzen.“

Gegen den Tabellensiebten aus Ingolstadt, der am Wochenende drei von sechs möglichen Punkten holte, müssen die Pinguins jedoch weiterhin auf Verteidiger Mike Moore und die Stürmer Jeremy Welsh sowie Jordan George verzichten. Dies macht die Aufgabe der Seestädter nach drei Neiderlagen wieder Zählbares einzufahren nicht leichter.