Offizielle Partner der DEL

Vorschau, 48. Spieltag

17. Februar 2017

"Intensives Spiel" am "Mädlsabend" - Playoff-Hauch in Berlin

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion
@DELoffice

Beim Kracher EHC Red Bull München gegen die Adler Mannheim erwartet die (weiblichen) Fans ein emotionales Match / Wolfsburg will den fünften Sieg in Folge / Augsburg möchte gegen Krefeld alles klar machen / Iserlohn im NRW-Duell gegen Köln / Berlin mit voller Kaderstärke gegen Pinguins / DEG erwartet 12.000 Fans / Wild Wings und Ingolstadt müssen siegen.

Das Topspiel zwischen Tabellenführer EHC Red Bull München und den drittplatzierten Adler Mannheim steht ausgerechnet unter dem Motto „Mädlsabend“. Dass sich die Protagonisten auf dem Eis vor den zahlreichen weiblichen Gästen allerdings höflich verhalten, darf bezweifelt werden. „Es könnte die intensivste Partie der Saison werden“, wie es Münchens Coach Don Jackson formulierte. Klar, denn schließlich geht es um die Spitze. Da wollen die Thomas Sabo Ice Tigers natürlich auch hin und müssen ihre Hausaufgaben vor 12.000 Fans in Düsseldorf „erledigen“. Viele Schüler und das Prinzenpaar gucken dabei zu. Den fünften Sieg in Folge peilen die Grizzlys Wolfsburg gegen die Straubing Tigers an und in der Hauptstadt könnte es einen Vorgeschmack auf die 1. Playoff-Runde geben. Die Eisbären sowie die Fischtown Pinguins stehen sich dort gegenüber. Zum NRW-Duell in Iserlohn reisen die Kölner Haie. Augsburg bekommt es daheim mit den Krefeld Pinguinen zu tun, während die Schwenninger Wild Wings auf den ERC Ingolstadt treffen. 



Sowohl für die Grizzlys Wolfsburg als auch für die Straubing Tigers geht es um weitere wichtige Punkte hinsichtlich der Playoff-Qualifikation. Bei den Grizzlys zollt man dem Gegner aus Niederbayern großen Respekt. Daran änderte auch die 3:5-Niederlage am Mittwoch bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven nichts:Straubing hat Phasen, in denen sie richtig gutes Eishockey spielen und jeden schlagen können. Sie haben immer gute Scorer und dazu ein gutes Torhüterduo“, beschreibt Chefcoach Pavel Gross die Stärken des kommenden Gegners. Doch die Wolfsburger können mit dem Selbstvertrauen von zuletzt vier Siegen und 24 geschossenen Toren ins Match gehen. „Wir müssen unserer Linie treu bleiben und an vielen Kleinigkeiten arbeiten.“ Das erste Heimspiel in dieser Saison konnten die Grizzlys mit 4:1 für sich entscheiden.


Die Chance ist minimal, jedoch wollen die Schwenninger Wild Wings alles daran setzen, doch noch irgendwie unter die Top10 zu gelangen. Mit einem Sieg gegen den ERC Ingolstadt am Abend würde man das letzte Fünkchen Hoffnung noch aufrechterhalten. „Natürlich ist die Chance sehr gering und wir sind auf fremde Hilfe angewiesen“, sagte Jerome Samson. Mit dem ERC Ingolstadt kommt heute ein Gegner in den Schwarzwald, der es in der vergangenen Woche ebenfalls schwer hatte. Zwei Derby-Niederlagen handelten sich die Schanzer ein – und die vor eigenem Publikum. Daher steht der Tabellensiebte etwas unter Erfolgszwang. „Wir haben zuletzt mehr reagiert als agiert“, kritisierte Trainer Tommy Samuelsson seine Jungs und forderte ein Umdenken. Zumal der Ingolstädter Coach alle Mann an Bord hat. Die Fischtown Pinguins haben den ERC durch ihren Sieg am Mittwoch unter Druck gesetzt. Ein Sieg wäre demnach wichtig für die Gäste.


Erster gegen Dritter, München gegen Mannheim: Heute kommt es zum Topspiel zwischen dem Deutschen Meister EHC Red Bull München und dem Team der Stunde. Acht Siege in Folge konnten die Adler zuletzt einfahren. Die Red Bulls wollen dieser Serie ein Ende setzen, um ihren Vorsprung auf die Mannheimer von derzeit fünf Punkten weiter auszubauen. „Es wird das wahrscheinlich intensivste Spiel der bisherigen Saison, aber wir werden bereit und fokussiert sein“, blickt Trainer Don Jackson voraus. Verteidiger Konrad Abeltshauser weiß zudem: „Mannheim ist richtig heiß. Es geht um den ersten Platz und da sind die Adler auf jeden Fall Mitanwärter.“ Beim Gegner ist man heiß auf das Match. „Natürlich fühlt es sich toll an, momentan auf einer solchen Erfolgswelle zu reiten und mit diesem Selbstvertrauen zu spielen. Wir wissen aber, dass wir in den verbleibenden fünf Spielen auf jeden Fall noch Gas geben müssen. Da stehen noch einige Härtetests bevor. Heute in München ja sowieso. Wir wollen den Schwung jedoch mitnehmen“, sagte Mannheims Stürmer Christoph Ullmann. Das Match findet unter dem Motto „Mädlsabend“ statt. Es werden viele weibliche Gäste erwartet.


Eines ist vor dem Duell der Düsseldorfer EG mit Favorit Thomas Sabo Ice Tigers sicher. Es wird laut im ISS Dome. Das Düsseldorfer Prinzenpaar ist zu Gast. Im Rheinland eine traditionelle wie ehrenvolle Aufgabe im Hinblick auf den Karneval. Und: Am „schools day“ sind auch wieder mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche von 117 Schulen und Sportvereinen dabei. Insgesamt erwartet die DEG mehr als 12.000 Besucher. Eine bessere Unterstützung können sich die Rot-Gelben kaum wünschen. Nach dem 2:0-Sieg am Dienstag in Köln sind die Hoffnungen auf die 1. Playoff-Runde wieder erwacht. Doch der Gegner ist ein Großkaliber. Insbesondere die erste Formation um Patrick Reimer ist bereits in Playoff-Form. Der aber weiß genau wie seine Mannschaftskameraden, dass das Match nicht einfach werden dürfte. „Wir müssen hundert Prozent abrufen und dürfen uns keine Schwächen erlauben. Das nutzt die DEG eiskalt aus.“


Durch den 5:3-Erfolg gegen die Straubing Tigers am Mittwoch sind die Fischtown Pinguins Bremerhaven so gut wie sicher in den Playoffs. Was vor der Saison kaum jemand erwartet hätte, wird nun wahr. Das Überraschungsteam möchte heute auch bei den Eisbären Berlin punkten. Gerade dieses Match könnte es schon in wenigen Wochen in der 1. Playoff-Runde geben. Dafür benötigen aber insbesondere die Berliner einen Sieg. Erstmals seit vielen Monaten steht Trainer Uwe Krupp sozusagen vor einem „Luxusproblem“, denn es stehen alle Spieler zur Verfügung. Möglich, dass ein Akteur auf die Tribüne muss. Marcel Noebels sprach vor den Medienvertretern vor einem extrem wichtigen Match. In der Tat müssen Punkte her, denn die Düsseldorfer EG ist im Kampf um Platz zehn auf fünf Zähler an die Eisbären herangerückt.


Trotz der Derby-Niederlage haben die Kölner Haie immer noch Tuchfühlung zur Tabellenspitze und wollen die Hauptrunde 2016/17 so weit oben wie möglich beenden. Am Wochenende tritt das Team von Headcoach Cory Clouston zwei Mal auswärts an. Heute gastiert der KEC zunächst bei den Iserlohn Roosters, wo der KEC auf ein Team trifft, dass aus den letzten sechs Spielen eine ausgeglichene Bilanz aufweist. Zwei der drei bisherigen Duelle in der laufenden Spielzeit konnten die Haie gewinnen. In Iserlohn musste sich der KEC mit 2:3 nach Penaltyschießen geschlagen geben. Die Roosters selber haben sich trotz vieler Ausfälle zusammengerauft und in den vergangenen Partien vor allen Dingen durch mannschaftliche Geschlossenheit überzeugt. Der kleine Kader harmoniert immer besser, wenngleich die Partie gerade zum Ende hin immer an die Substanz gehen. „Wir wollen gegen Köln etwas holen“, sagt Boris Blank.


Die Augsburger Panther brauchen im Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine noch einen Punkt, um auch rein rechnerisch sicher im Playoff-Viertelfinale vertreten zu sein. Die Aufgabe sollte gegen das Schlusslicht machbar sein. Pünktlich zur entscheidenden Phase lichtet sich das Lazarett. Adrian Grygiel, der seit November kein Spiel mehr bestritten hatte, wird gegen seinen Heimatclub in den Kader  zurückkehren. Auch bei TJ Trevelyan sieht es besser aus. Der Stürmer wird heute aber noch geschont und vermutlich erst in der kommenden Woche zum Einsatz kommen. Die Krefeld reisen ohne Marcel Müller und Kyle Klubertanz nach Augsburg. Beide Spieler wechselten den Club und versuchen ihr Glück im Ausland. Für den KEV geht es darum zu punkten, um zumindest nicht Letzter zu werden.