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Vorbericht

30. September 2016

Spieltag 5: Vier Clubs kämpfen um die Tabellenführung

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion
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Haie wollen Heimbilanz gegen Schwenningen aufpolieren / Primus München reist zu den viertplatzierten Tigers / Bremerhaven erwartet die DEG / Iserlohn jagt den ersten Sieg

Vier Clubs kämpfen um die Tabellenführung: Während Straubing und München im direkten Duell um die Spitzenposition spielen, lauern Köln und Berlin im Fernduell. Die Haie empfangen die Wild Wings, die zuletzt häufig Punkte aus der Domstadt entführten, während es die Eisbären vor heimischer Kulisse mit Nürnberg zu tun bekommen. Am Seilersee spielen die Roosters gegen Wolfsburg um den ersten Saisonsieg und DEL-Neuling Bremerhaven empfängt die DEG. Die Krefeld Pinguine müssen in Ingolstadt ran und Mannheim möchte gegen Augsburg den dritten Sieg in Folge einfahren. Telekom Eishockey überträgt alle Partien ab 19:15 Uhr live.



Im Derby mit Straubing will München die Tabellenführung verteidigen. In der noch jungen Saison ist das Duell ein echtes Spitzenspiel: Der Primus reist zum Tabellenvierten an den Pulverturm. Zuletzt standen sich die beiden Kontrahenten im Playoff-Viertelfinale 2016 gegenüber und die Red Bulls beendeten die Ambitionen Straubings mit einem 4:1 in der Serie. „Straubing ist immer unangenehm zu spielen, sie wollen Revanche für das letztjährige Playoff-Aus gegen uns. Aber wir sind bereit“, so Jason Jaffray mit Blick auf die Partie. Beide Kontrahenten verloren ihr Auftaktspiel und gewannen in der Folge drei Partien in Reihe.


Die Haie sind nach gerade einmal vier Spieltagen der letzten DEL-Club mit blütenreiner Weste. Drei Spiele – drei Siege. Da der KEC am vergangenen Sonntag jedoch kein Spiel hatte, reicht das dennoch nicht, um von der Tabellenspitze zu grüßen. Diese haben sich die Red Bulls dank des besseren Torverhältnisses geangelt. Coach Cory Clouston sieht jedoch kein Problem in der langen Pause seit der letzten Partie: „Nach der gut einwöchigen Spielpause, haben wir im Training das Tempo hochgehalten, um im Rhythmus zu bleiben.“ Gegner Schwenningen hat sich zuletzt als unangenehmer Widersacher auf Kölner Eis präsentiert. Vier der letzten sechs Spiele konnten die Schwarzwälder seit ihrer DEL-Rückkehr 2013 für sich entscheiden. Diesem Trend wollen die Haie am Freitag natürlich entgegenwirken. In die aktuelle Spielzeit sind die Wild Wings mit zwei Siegen nach Verlängerung bzw. Penaltyschießen sowie zwei glatten Niederlagen gestartet und stehen vor dem fünften Spieltag auf Rang 12 der Tabelle.


Wie Köln, München und Straubing haben auch die Eisbären neun Punkte auf dem Konto. Die einzige Niederlage der Saison kassierten die Berliner vor einer Woche beim 2:4 gegen München. Zwei Tage später meldeten sich die Hauptstädter jedoch mit einem 5:3 gegen Schwenningen zurück. Die Neuntplatzierten Ice Tigers sammelten derweil fünf Punkte und feierten erst am vergangenen Sonntag im vierten Anlauf den ersten Dreier der Saison. „Nürnberg hat eine talentierte Mannschaft, die in den letzten Jahren besonders in der Offensive sehr stark war“, sagte Chefcoach Uwe Krupp im Vorfeld des Duells mit den Franken. „Aufgrund dessen, was wir bisher von Nürnberg gesehen haben, wissen wir, dass sie ein paar Sachen umgestellt haben und wir müssen auf diese Änderungen vorbereitet sein.“


Mit der DEG gastiert ein großer Name bei DEL-Neuling Bremerhaven. Besser aus den Startlöchern gekommen sind jedoch die Pinguins. Vor einer Woche feierten die Norddeutschen den ersten Sieg in der höchsten Spielklasse und mit dem Punktgewinn gegen Schwenningen haben die Seestädter vier Zähler auf dem Konto. Bei der DEG reichte es nur am ersten Spieltag beim 4:2 gegen Iserlohn zu Zählbarem. Danach setzte es zwei Niederlagen für die Rheinländer. Die Vorfreude auf das Duell mit der Düsseldorfer EG ist groß in Bremerhaven und die Pinguins setzten auf die Unterstützung von den Rängen. Coach Thomas Popiesch: „Darauf freuen wir uns, genau solche Spiele wollen die Fans sehen. Ich erwarte erneut eine großartige Stimmung. Was die Unterstützung von den Rängen betrifft, sind wir in der DEL ohnehin schon jetzt ganz weit oben.


4:1 und 4:2 – Nach der Nullnummer am Auftaktwochenende meldeten sich die Adler mit Siegen gegen Düsseldorf und Wolfsburg in der Saison 2016/17 an. Am fünften Spieltag will Mannheim nachlegen. „Wir müssen die starken Leistungen des zurückliegenden Wochenendes bestätigen und den nächsten Schritt nach vorne machen“, lautet Sean Simpsons unmissverständlicher Appell an seine Mannschaft, die mit den Panthern aus Augsburg einen unangenehmen Gegner erwartet. „Die Panther sind relativ gut in die Saison gestartet, liegen in der Tabelle nur einen Platz hinter uns. Sie werden über 60 Minuten hart arbeiten“, weiß Verteidiger Niki Goc, was ihn und seine Teamkollegen morgen Abend erwartet.

Wie Mannheim sammelte auch Augsburg sechs Punkte, wenn auch mit absteigender Tendenz. Drei Punkte zum Auftakt, zwei Punkte am zweiten Spieltag, dann folgte eine Niederlage im Shootout gegen Schwenningen und am Sonntag setzte es eine glatte Niederlage im Derby gegen München.


Iserlohn ist noch nicht in der Saison 2016/17 angekommen. Nach vier Spieltagen hat der Hauptrundendritte der letzten Saison erst ein einziges Pünktchen gesammelt. Gegen Wolfsburg soll der erste Sieg gelingen und so erklärte Coach Jari Pasanen: „Gegen diese Wolfsburger muss man bereit sein, ganz viel zu laufen, muss taktisch unglaublich clever spielen und in der Defensive sehr sicher agieren.“

Auf der taktischen Seite hat sich Pasanen für einen Umbau der Reihen entschieden. Vor allem wurde das Paar Jaspers/Caporusso vom Finnen getrennt. „Ich habe sehr intensiv in dieser Woche mit beiden gesprochen und wir haben anschließend entschieden, dass es für die Mannschaft das Beste sein könnte.“ Derweil demonstrierte Manager Karsten Mende nach den vier Niederlagen Gelassenheit: „Wir haben in dieser Woche sehr ruhig weitergearbeitet, wissen um die Situation, wissen darum, dass wir eine gute Mannschaft haben und dass sie noch ein wenig Zeit brauchen wird.“

Wolfsburg, bereits mit zwei Siegen auf dem Konto, denkt jedoch nicht daran, die Roosters zu unterschätzen. „Iserlohn ist sehr heimstark, auch wenn die letzten Ergebnisse etwas Anderes aussagen", so Sebastian Furchner.


Nach vier Spielen hat Ingolstadt zwei Siege eingefahren und sich auf den fünften Platz in der Endabrechnung gesetzt. Gegen Krefeld, vier Punkte aus vier Partien, will der ERC den nächsten Sieg einfahren, aber die Bayern wissen um die Stärken der Rheinländer. Mit Daniel Pietta, Marcel Müller und Dragan Umicevic haben die Pinguine eine echte Paradereihe, die zusammen bereits elf Scorerpunkte sammelte. Davon wollen sich die Schanzer jedoch nicht beeindrucken lassen. „Wir werden gegen sie nicht viel anders spielen als sonst. Wir werden schlauer spielen, müssen beweglich und laufstark sein. Ich denke, wir können voller Selbstvertrauen agieren“, erklärte Verteidiger Fabio Wagner.