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Vorbericht

21. Oktober 2016

Trio kämpft um den Gipfel - Wolfsburg will den Clubrekord

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion
@DELoffice

Mannheim erstmals mit Zugang Luke Adam / Sean Sullivan debütiert bei den Tigers / "Spieler-Dinos" treffen in Krefeld aufeinander / "Hai-Alarm" an der Küste  

Können die Kölner Haie die Angriffsversuche des EHC Red Bull München und der Grizzlys Wolfsburg abwehren? Zumindest spürt der mit einem Zähler führende Tabellenführer aus der Domstadt den Atem der beiden punktgleichen Verfolger im Nacken und muss seine Hausaufgaben bei DEL-Neuling Fischtown Pinguins Bremerhaven erfolgreich erledigen. Der Titelträger aus München hat das gleiche Ziel bei den Pinguinen aus Krefeld, während die Grizzlys Wolfsburg nicht nur den Spitzenreiter jagen, sondern in Straubing auch einen clubeigenen Auswärtsrekord aufstellen könnten. Düsseldorf empfängt gleichzeitig den ERC Ingolstadt und die Adler Mannheim bekommen es mit den immer bissiger werdenden Iserlohn Roosters zu tun. In der Hauptstadt sehnen sich die Augsburger Panther nach dem ersten Sieg nach sechs Jahren bei den Eisbären und für die Thomas Sabo Ice Tigers geht’s mit Schwenningen gegen einen „unangenehmen Gegner“.

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Der Spitzenreiter zu Gast beim Neuling: Es ist das erste DEL-Duell der Rheinländer mit dem Aufsteiger, der nach seinen ersten elf Partien in Deutschlands Eliteliga mit 13 Punkten auf Tabellenplatz 10 steht und mit Erfolgen in Ingolstadt und Nürnberg oder dem Heimsieg gegen Berlin schon Ausrufezeichen setzen konnte. Das Duell Köln gegen Bremerhaven gab es bislang ausschließlich im Deutschen Eishockey-Pokal-Wettbewerb. 2007/08 und 2008/09 konnten sich die Pinguins in ihrer Halle durchsetzen. Am Freitag will der KEC die Punkte natürlich mit zurück in die Domstadt nehmen. Erstmals wird Verteidiger Alexander Sulzer für die Haie in dieser Saison auflaufen. Zudem kehren Kapitän Moritz Müller nach seiner Verletzung und Dane Byers nach seiner Sperre wieder in den KEC-Kader zurück. „Wir können bestehen und wir können auch mitspielen, aber es wird auch zu Hause nicht so sein, dass wir den Gegner beherrschen. Wir  müssen für jeden Punkt hart arbeiten. Das erwarte ich auch gegen Favorit Köln“, sagte Pinguins-Trainer Thomas Popiesch.


Neuer Spieler für die Düsseldorfer EG. Brandon Yip, der gestern verpflichtet wurde, wird aber vermutlich erst am kommenden Sonntag in Augsburg für die Rheinländer auflaufen. Heute gegen den ERC Ingolstadt muss die DEG demnach noch ohne den Stürmer auskommen. Das Team von Trainer Christof Kreutzer hat dennoch in der Vergangenheit bewiesen, dass es auch mit einer dünnen Personaldecke hervorragende Leistungen bringen kann, zuletzt beim 3:2-Erfolg in Krefeld. Nun kommt mit den Schanzern aber erneut ein sehr unangenehmer Gegner in die NRW-Landeshauptstadt. Wie unangenehm, das zeigten die Panther am vergangenen Dienstag, als die gegen die Adler Mannheim mit 2:1 gewinnen konnten.  „Wir wollen natürlich auch in Düsseldorf etwas Zählbares mitnehmen“, sagte ERCI-Keeper Timo Pielmeier, betonte gleichzeitig aber auch, dass die „DEG eine starke Mannschaft“ habe.


Mund abwischen, weiter machen. Das gilt für die Eisbären Berlin. Denn nach dem 0:2 am Mittwoch in Iserlohn hatte Trainer Uwe Krupp nur Lob für seine Jungs übrig: „Ich kann eigentlich nur meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Wir haben ein super Auswärtsspiel gespielt, mit vielen Chancen. Meine Mannschaft hat gekämpft. Das kann man nicht viel anders spielen mit unserer Personalsituation. Wenn wir so spielen, mit der Einstellung, dann gewinnt man auch den nötigen Anteil der Spiele." Das soll tunlichst heute gegen die Augsburger Panther gelingen. Zwölf Mal in Folge gewannen die Eisbären auf eigenem Eis gegen die Fuggerstädter. Reißt die Serie oder hat sie Bestand?


Sowohl die Krefeld Pinguine als auch Gegner EHC Red Bull München waren unter der Woche aktiv. Die Schwarz-Gelben kehrten mit einem 5:2-Erfolg aus Bremerhaven zurück, während der Deutsche Meister mit 2:1 nach Verlängerung gegen die Schwenninger Wild Wings die Oberhand behielt. Das Duell der Rheinländer gegen die Bayern ist auch das Aufeinandertreffen zweier „DEL-Spieler-Dinos“. Auf Krefelder Seite steht der 40 Jahre junge Herberts Vasiljevs, auf Seiten des Gegners der gleichaltrige Deron Quint. Die Bilanz des Titelträgers ist gut. Fünf Mal in Folge punkteten die Gäste bei den Rheinländern. Das soll sich aus Sicht der Hausherren natürlich ändern. „Wir müssen 60 Minuten unsere beste Leistung abrufen“, sagte KEV-Stürmer Daniel Pietta. 


Zu Saisonstart waren sowohl die Adler Mannheim als auch die Iserlohn Roosters noch gar nicht in der neuen Spielzeit angekommen. Das hat sich nach zehn Spieltagen aber geändert. Mittlerweile sind beide Teams wieder in der Spur. Unter der Woche unterlagen die Adler knapp beim ERC Ingolstadt. Die Roosters hingegen kämpften Rekordmeister Eisbären Berlin mit 2:0 nieder und feierten damit den dritten Sieg in Folge, den fünften im sechsten Spiel. Zudem konnte Keeper Mathias Lange seinen ersten Shutout genießen. Mannheim dürfte erstmals mit Zugang Luke Adam auflaufen. Auf welcher Position, das ist noch offen. „Ich bin vielseitig einsetzbar, als Center und auf den Flügeln. Bei meinen vorherigen Stationen habe ich regelmäßig Über- und Unterzahl gespielt. Ich habe über 500 Profi-Spiele absolviert, verfüge also über einiges an Erfahrung und habe schon ein bisschen was erlebt“, sagte der Kanadier. 


Heute bestreiten die Thomas Sabo Ice Tigers ihr sechstes Heimspiel dieser Saison. Gegen die Schwenninger Wild Wings soll endlich wieder ein Heimsieg her. Auf die leichte Schulter nimmt den Gegner auf Seiten der Hausherren niemand. „Wir haben unter der Woche  an den Feinheiten gearbeitet“, sagte Trainer Rob Wilson. Keeper Andreas Jenike meinte: „Es gibt in dieser Liga keinen leichten Gegner, das haben bisher alle Spiele gezeigt.“ Marius Möchel war der gleichen Meinung: „Natürlich sind wir auf dem Papier der Favorit, jedoch hatte auch Schwenningen einen guten Saison gestartet. Sie spielen sehr kompakt, haben München unter der Woche einen Zähler abgenommen und sind unangenehm zu spielen.“ Das bewiesen die Wild Wings in der Vergangenheit. In sechs Vergleichen bei den Franken gingen die Gäste drei Mal als Sieger vom Eis.


Was ist bloß mit den Straubing Tigers los? Seit fünf Spielen konnte die Mannschaft von Trainer Larry Mitchell nicht mehr gewinnen und steht damit auf dem letzten Tabellenplatz. Heute kommt ausgerechnet die zuletzt stark aufspielenden Grizzlys Wolfsburg an den Pulverturm. Bei den Gastgebern wird Sean Sullivan seine Saisonpremiere feiern. Der Verteidiger, der vor ein paar Jahren bereits für die Tigers gespielt hatte, erhielt unter der Woche einen Probevertrag.  Mit einem Erfolg in der Gäubodenstadt würden die Grizzlys ihren sechsten Auswärtssieg in Folge einfahren – Club-Rekord. Trotz des letzten Tabellenplatzes der Tigers wird dieses Unterfangen jedoch alles andere als einfach. „Die Straubinger werden wie immer gut aus der Kabine kommen. Die Spiele dort sind oft wild und unangenehm“, weiß Trainer Pavel Gross. Seine Mannschaft müsse „die Kleinigkeiten“ erneut richtigmachen und „schnell über die neutrale Zone kommen“.